Unser Protokoll des Ausschusses für Klima, Nachhaltigkeit und Mobilität vom 18.03.2025

Bericht der Verwaltung

Sophia Haschke stellt sich, nach der Beendigung ihrer Elternzeit, vor. Sie ist u.a.  für die Bilanzierung der Energie- und Treibhausgase zuständig. Sie berichtete über eine Info-Veranstaltung für die Bürger, in der es Informationen und Beratungen zur Optimierung des Energieverbrauchs im Bestand gab. Insbesondere das geplante Nahwärmenetz im Bereich der Klatenberge stieß auf großes Interesse.

Zu Freiflächen PV berichtet Frau Lückfeldt über weiteren Planungen und Flächensuche. In einer Studie werden Flächen nach ihrer Machbarkeit beurteilt – dafür sind Flächen mit Privilegierung vorgesehen, die keine Konflikte insbesondere hinsichtlich der Erschließung und Anschlussmöglichkeiten an das öffentliche Netz hervorrufen. Es sollen Untersuchungen beauftragt werden, wo solche Freiflächen noch sinnvoll sind.

Herr Miranda berichtet zum Mobilitätskonzept, Carsharing und Pendlerportal: Wadersloh, Sassenberg, Oelde, Langenberg und nun auch Telgte, nehmen an dem Angebot teil. Informationen gibt es dazu auf www.pendlerportal.com

Energie- und Treibhausgas (THG)-Bilanzierung der Stadt Telgte für das Jahr 2022

Rainer Tippkötter stellt die Bilanzierung der Energie- und Treibhausentwicklung für das Jahr 2022 vor. Eine einheitliche Bilanzierung nach Bilanzierungssystematik Kommunal,(Bisko) ergibt eine Vergleichbarkeit der Kommunen. Telgte liegt dabei mit einer Pro Kopf Emission von 6,1 to/ Einwohner deutlich niedriger, als der bundesdurchschnittliche Wert von 7,6 to. Insbesondere anzumerken ist, dass durch den Bau einer Windenergieanlage in der Fockenbrocksheide, die einzuspeisenden Mengen an Strom aus erneuerbaren Energien um 12.500 MWh sprunghaft gestiegen ist, durch weitere zwei WEA und eine grosse Freiflächen PV- Anlage, kommen in den Folgejahren weitere 40.000 Mwh dazu. Dabei ist anzumerken, dass in Zukunft größere Speicherkapazitäten zu planen und zu errichten sind.

Erstellung des Klimafolgenanpassungskonzepts für den Kreis Warendorf

Klimanpassungsmanager Lukas Wienstroer stellt das Konzept vor. Es wird aus Bundesmitteln (80%) gefördert. Seit 2024 wird das Konzept (weiter-) entwickelt. Übergeordnetes Ziel ist, ein integriertes Konzept zur Vermeidung von Klimaereignissen, ausgelöst durch Katastrophen, bis 2026 zu entwickeln, um die Folgen zu minimieren, oder zu verhindern Dafür können von den Kommunen weitere Fördermittel beantragt werden. Inhaltliche Anforderungen sind: von der Analyse im Bestand, oder Betroffenheit über die Aufnahme von Hotspots hin zu einer Gesamtstrategie.

Projektstruktur: Beteiligung der Orte im Kreis, Projektbedarfsplan, Projektplan unter Beteiligung von Bürgern, dann auf Kommunaler Ebene, Ideenkarten, Infoveranstaltungen, Hitzeaktionstag, Maßnahmen Workshop, Termine von Mai bis Juli 2025. Es wird Kampagnentage, lokal und bundesweit, geben, um für das Thema zu sensibilisieren.

Folgeförderung: für  personelle und investive Maßnahmen

Insgesamt sind nach unserer Meinung, die hohen bürokratischen Anforderungen einer schnellen Umsetzung nicht dienlich und mit den ausufernden Förderungsrichtlinien nicht auf Schnelligkeit der Maßnahmen ausgelegt. Damit werden in den Verwaltungen knappe Ressourcen gebunden. Herr Pieper weist auf die Eilbedürftigkeit hin, da wir durch den Klimawandel bereits in Telgte direkt betroffen sind. Mit eilbedürftig meint er nicht die Geschwindigkeit des Klimaanpassungsprojektes.

Mitgliedschaft beim Zukunftsnetz Mobilität NRW

Das Zukunftsnetz Mobilität NRW stellt nach 2 Jahren nur Frau Ellermann erneut vor. Es beinhaltet eine umfassende Menge an Projekten zur Umsetzung eines nachhaltigen Verkehrs mit ÖPNV , Fahrrad, Carsharing, autofreie Innenstädte. Nach unserer Meinung nicht der richtige Weg, denn der Mobilität mit Kfz im ländlichen Raum wird zu wenig Beachtung entgegen gebracht 

 Antrag der Grünen Asiatische Gelbfußhornisse

Frau Lückfeld stellt dazu klar, dass es sich hier nicht um eine kommunale Aufgabe handelt, es sei denn, dass öffentliche Plätze oder eigene Anlagen betroffen wären. Das Land hat hier die Hoheit und nimmt über Meldesysteme die Funde auf. Der Antrag wird daraufhin angepasst, zwei Beschlusspunkte werden gestrichen, Punkt 1 wird einstimmig beschlossen, die Stadt stellt Informationen dazu auf ihre Homepage.

Anfrage der GRÜNE-Fraktion vom 04.03.2025 betr. Pflegekonzept der Entwässerungsgräben im Telgter Stadtgebiet

Wasser und Bodenamt reagiert insbesondere bei invasiven Arten proaktiv und pflegt die Gewässer nach den entsprechenden Vorgaben, dazu gehören auch die Zeitachsen der Pflege. Grundsätzlich jährlich, aber aus Kostengründen werden bestimmte Gewässer nur im Mehrjahresrhythmus oder gar nicht gepflegt, Solenaushube kommen relativ selten vor.

Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner gemäß § 18 der Geschäftsordnung (in der Regel um 18:00 Uhr)

Ein Bürger fragt nach Freigabe von Flächen von PVA FFA und wünscht sich, dass freie Flächen genutzt werden können. Frau Lückfeld erläutert dazu die Privilegierung der Flächen – gesteuerte Entwicklung, kein Flickenteppich.

Dr. Hartmut Pfeiffer und Marks Tertilte